Simsa LáBim

"Simsa" / Copyright by Tanja Waack

Kurzübersicht

Kultur der Mhanadistani (auch Tulamide), Dunkelhäutig, ursprünglich aus der Stadt Fasar, Gildenloser Magier des Alrik Dagabor, gekleidet in graue Magierrobe. Extrem abergläubig und gelehrt. Eigene Theorie über die Sternensplitter. Sie können von der Entstehung der Welt berichten ohne die Hilfe von Göttern. Er glaubt an viele bewohnbare Sterne im Kosmos, glaubt nicht an die Zwölfe und nicht an den Namenlosen, trotz seines Aberglaubens. Das ist eben ein innerer Widerspruch. Er hat den Sternenfall vom Observatorium in den Goldfelsen aus beobachtet und den Ort und Zeitpunkt des Niederschlags berechnet. Deshalb hat er sich bereits vor Monaten ins Svelltal aufgemacht. 

Es ist nicht sein Klima hier. Viel zu kalt, zudem auch noch Winter! Er zieht sich wärmer an als alle anderen, hat immer Tee und wärmende Kräuter dabei, Zunder und Feuerstein. Als Mhanadistani friert er schnell, aber er mault nicht ausgelassen darüber, obwohl er es nicht verbergen kann. 

Einer guten Chance, den Kometen zu finden, wird er auch gegen gefährliche Umstände nachgehen, um der Erste zu sein, der daran forschen und darüber berichten kann. Er will den unumstößlichen Beweis für die Natürlichkeit der Dinge erbringen und die Nicht-Existenz der Götter beweisen. Er möchte den angemessenen Ruhm dafür ernten. So trifft er auch manchmal unvernünftige Entscheidungen. 

Er macht viele Notizen und Zeichnungen von seiner Forschungsreise. Dies ist seine Erste. 

Der große Zauberer Alrik Dagabor nahm ihn als Schüler auf, als er Simsas Talent erkannte. 

Freunde kennt er nicht. Nur Wegbegleiter, deren Gesellschaft er genießt. Aber er verbindet sich nie so eng mit den Reisenden, dass er sie Freunde nennen und sich ihnen öffnen würde. Er ist es gewohnt, dass andere ihn häufig mit Argwohn betrachten. 

Magier, Astrologe und Sternenforscher

Simsa war die Treppe hinunter und aus der offenen Haustür hinaus gerannt. Sein Vater schrie ihm sämtliche Verwünschungen im Namen der Zwölf Götter hinterher. Simsa scherte sich kein bisschen darum. Obwohl Tränen der Wut und Enttäuschung seine Wangen hinunterrannen, stahl sich ein Lächeln in sein Gesicht – er war endlich frei zu tun, was er wollte. Wohin ihn seine Füße tragen mochten. Und er wusste, wohin sie wollten. In den Kosch, zu Meister Alrik Dagabor. 

Viele Jahre später, der junge Mann war zu einem versierten Magier herangewachsen, hatte Alrik Dagabor ihn gedrängt die Akademie Schwert und Stab zu Gareth aufzusuchen, seine außergewöhnlichen Kräfte in den Dienst der Weißmagier zu stellen. Simsa lehnte ab. Er wollte sich keinem weiteren Bund anschließen, noch mehr Regeln unterwerfen und gottgefällig sein. Am Tag, da er sein Zuhause verlassen hatte, hatte er sich selbst geschworen, niemals an die Götter oder den Namenlosen zu glauben. Es gab für ihn nur sich selbst und die sichtbare Welt. Mochten verwirrte Gemüter an sie glauben, er würde niemals zu ihnen beten. Die Lügen über sie hatten seine Mutter und seine Schwester in den Tod geschickt – durch seinen wahnsinnig gewordenen Vater Tarek. Simsa legte seinen eigentlichen Namen Simsa ibn Tarek ab und nannte sich fortan Simsa Lábim. Anstatt der bekannten Götter wollte Simsa die Wissenschaft in die Herzen und Köpfe der Gläubigen bringen. Im Observatorium in den Goldfelsen suchte er mit dem größten Sternenfernrohr Aventuriens zwischen den Sternen nach etwas Größerem als die Götter. Und nach Jahren der Suche und des Studiums beobachtete er den Sternenfall, lange bevor er geschah. Simsa berechnete die Flugbahn eines abstürzenden Sterns und machte sich beizeiten auf die Suche, der Erste zu sein, den kosmischen Stein zu finden und zu beweisen, dass nichts Göttliches daran war. Es war reine Wissenschaft. Doch versprach er sich ebenso magische Kräfte, die Dere noch nicht gesehen hatte. Mit Hilfe des Kometen würde er die bekannte Welt vom unsinnigen Götterglauben befreien und in vernünftige Bahnen lenken. Nie wieder Götter. Nur noch das wahre Leben ohne Bande. Und es war endlich an der Zeit, die Mauern aus Büchern hinter sich zu lassen und ein Leben jenseits der Mauern zu führen. Vielleicht würde er auf seiner Reise auch seinen Aberglauben besiegen können. Denn obwohl er die Existenz der Götter negierte, war die Saat für allerlei närrischen Aberglauben in seiner Kindheit gesät worden und stärker als seine Vernunft und sein Wissen.

von Florian Hoffmann

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