Zamino der Sehende

"Zamino" / Copyright by Tanja Waack

Zigeuner und Hellseher

Zamino der Sehende oder auch Zamino ibn Fahi stammt aus der Familie der Nevasca, einer Zahori-Sippe aus Aranien. Als fahrendes Volk nennt die Familie die Straßen von Baburin bis Perricum ihr zu Hause. Leider werden sie nirgendwo gern lange geduldet. Zu groß ist das Misstrauen, sie würden Unheil bringen und stehlen. An letzterem ist sicher auch hin und wieder etwas dran, wenn das Geld mal wieder knapp ist.

Zaminos magische Begabung wurde früh von seinem Opa erkannt. Von ihm lernte er über Jahre eine Menge Tricks, angefangen bei Illusionen, bis hin zu hellseherischen Fähigkeiten. Die Sippe der Nevasca versucht in der Regel mit Wahrsagerei, spektakulären Auftritten und Glücksspiel auf ehrliche Art Geld zu verdienen. Auch Zamino leistet seinen Beitrag nur zu gern: Als „Sehender“ erfüllt er seinen Kunden gegen Münze so manche Sehnsüchte, mit dem Legen von Inrah-Karten, dem Blick in die Kugel oder dem Sprechen mit Toten während einer Séance. Manchmal bekommt er die große Chance, in einem Gasthaus eine Darbietung des Staunens, wie er es nennt, vollführen zu dürfen. Seine Illusionen sorgen schnell für offene Münder. Nicht selten landet dann reichlich Münze in seiner roten Filzkappe. Es macht ihm große Freude, andere Menschen ins Staunen zu versetzen und zu überraschen.

Neben den ausgiebigen Festen sind Zahori auch für ihre Blutrache, der Vendetta, bekannt. Eine solche Vendetta bildet ein dunkles Kapitel im Leben Zaminos, auf das er ganz und gar nicht stolz ist. Diese Vendetta ist auch der Grund, warum er aus Aranien fliehen musste und nun auf der Suche nach einem gefallenen Stern und dessen Sternensplitter ist. Diese sollen, so hat man es ihm gesagt, einen Wunsch erfüllen. Damit möchte er das dunkle Kapitel seiner Vergangenheit ungeschehen machen.

von Heiko Raschke

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